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Diakonie Ruhr-Hellweg e.V. und ihre Diakoniestation gehören zu den besten Arbeitgebern im Mittelstand

Wolfgang Clement verleiht den diakonischen Unternehmen für ihre
beispielhafte Personalarbeit das Gütesiegel „Top Job“

Die Diakonie Ruhr-Hellweg e. V. und ihre eigenständige Diakoniestation zählen zu den besten Arbeitgebern im deutschen Mittelstand. Das hat die aktuelle Untersuchung im Rahmen des bundesweiten, branchenübergreifenden Unternehmensvergleichs „Top Job“ ergeben. Der Wohlfahrtsverband überzeugte in der achten Runde der renommierten Wirtschaftsinitiative mit einem krisenfesten und dementsprechend erfolgreichen Personalmanagement. Bundeswirtschaftsminister a. D. Wolfgang Clement überreicht Vorstand Johannes Schäfer und dem Geschäftsführer der Diakoniestation, Björn Neßler, Donnerstagabend bei einem Festakt im Landschaftspark Duisburg-Nord das begehrte „Top Job“-Gütesiegel.

Der Mentor der Mittelstandsinitiative würdigt damit die Verdienste der Diakonie Ruhr-Hellweg und die Diakoniestation in den Bereichen „Führung & Vision“, „Motivation & Dynamik“, „Kultur & Kommunikation“, „Mitarbeiterentwicklung & -perspektive“, „Familienorientierung & Demografie“ sowie „Internes Unternehmertum“.

Insbesondere in der Kategorie „Motivation & Dynamik“ punktete das 1973 gegründete Unternehmen. Der evangelische Wohlfahrtsverband berät, schult und betreut benachteiligte Gesellschaftsgruppen und sieht sich selbst als christlichen Dienstleister. Intern wissen die Personalverantwortlichen, dass die 441 Mitarbeiter des Vereins und die 40 Mitarbeiter der Diakoniestation für ihren Dienst am Menschen viel Kraft brauchen. Motivation, Burn-out-Prophylaxe und Spiritualität als Kraftquellen sind deshalb von hohem Stellenwert. Auf den „Teamtagen“, zu denen alle Mitarbeiter ein bis zwei Tage im Jahr eingeladen werden, sind beispielsweise effektive Arbeitsgestaltung und Zeitmanagement wichtige Themen. Außerdem hat jedes Team nach Bedarf Anspruch auf professionelle Supervision.

Probleme, die aufgrund einer zu hohen Arbeitsbelastung oder fehlender Finanzen auftreten, können auf verschiedensten Wegen an die Leitung herangetragen werden: Die Vorgesetzten schätzen die Politik der offenen Tür, eine Mitarbeitervertretung bildet eine wichtig Schnittstelle zum Vorstand, und es gibt eine zentrale Beschwerdestelle. Für den Ausgleich zur Arbeit ist auch gesorgt: „An ihren Auszeittagen können unsere Teams auch mal etwas komplett anderes machen, um den Kopf frei zu bekommen – Ausflüge in den Hochseilgarten oder Meditationstage zum Beispiel“, erläutert Johannes Schäfer.

Die Diakoniestation stand als eigenständige gGmbH mit ihrem Angebot der ambulanten Pflege gesondert auf dem Prüfstand. Besonders positiv bewerteten die Prüfer die eigenständige Arbeitsweise der Pflegekräfte. Im Bereich Arbeitsgestaltung organisieren sich die Mitarbeiter selbst: Bezugspflegeteams planen eigenständig ihre Woche und untersützen sich gegenseitig. Für Motivation und Dynamik sorgen Fortbildungen über effektive Arbeitsgestaltung und Zeitmanagement. Dazu gehören beispielsweise auch Kurzzeitseelsorge und Kinästhetik.

Die Diakonie hatte sich erfolgreich dem strengen zweistufigen Verfahren des Instituts für Führung und Personalmanagement der Universität St.  Gallen gestellt. Dabei bewertet Institutsdirektorin Prof. Dr. Heike Bruch die Managementinstrumente der Teilnehmer im Personalbereich und führt eine detaillierte Mitarbeiterbefragung durch. Außerdem verpflichtete sich das Unternehmen zu einem fairen Umgang mit seinen Mitarbeitern auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten und unterzeichnete den „Top Job“-Ehrenkodex.

„Die Auszeichnung zum Top-Arbeitgeber bestätigt uns in unserem eingeschlagenen Kurs. Sie dokumentiert, wie wichtig uns unsere Mitarbeiter sind – und wie wichtig die Mitarbeiter für uns sind. Gerade in dem schwierigen Prozess des Zusammenwachsens verschiedener Arbeitsbereiche zeigte sich, wie wertvoll und unersetzlich eine gute Zusammenarbeit, gemeinsame Ideenfindung und ein gutes Betriebsklima sind. Denn gerade in problematischen Zeiten hat der faire Umgang mit den Mitarbeitern für uns oberste Priorität und wird es auch in Zukunft haben“, sagen Schäfer und Neßler.