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Lebenslanges Lernen aki

Vieles hätte ich gelernt, wenn man es mir nicht erklärt hatte.
Stanislaw Jerzy Lec

Lernen ohne belehrt zu werden – der aki macht's vor

In Deutschland beginnt man zu begreifen, dass Bildung für junge Menschen kein Privileg der Schulen ist. Kinder- und Jugendfördergesetz und Kinder- und Jugendförderplan haben für Nordrhein-Westfalen den Bildungsort Offene Kinder- und Jugendarbeit gestärkt.

Dem Wissensdurst von Kindern begegnet das Team im Kinder- und Jugendzentrum aki mit einer Vielzahl von Angeboten und Möglichkeiten. Ein wesentliches Merkmal der "Offenen Arbeit" ist, dass Bildung im Transfer stattfindet; Kinder eignen sich Erfahrungen durch aktive Auseinandersetzung und konkretes Handeln an. Fehler zu machen, ist hier jederzeit möglich und ermöglicht manches Lernen erst.

Das Prinzip der Freiwilligkeit sichert im aki das selbstbestimmte und lustvolle Erlernen von Neuem. Die aki Kinder suchen sich aus, ob und was sie probieren möchten und legen es beiseite, wenn sie keine Lust mehr haben. Irgendwann holen sie aber das Angefangene wieder hervor und machen weiter.

Dafür ist der beste Schauplatz die Werkstatt, wo viele unterschiedliche kreative Ideen verwirklicht werden. Manches funktioniert nicht wie geplant oder sieht nicht sofort so aus, wie in der Vorstellung oder die Zeit am Tag reichte einfach nicht aus, um es fertig zu stellen. Es kommt vor, dass irgendwann ein „altes Projekt“ aber wiedergefunden und daran weiter gebaut wird oder ein missglückter Versuch erneut gestartet wird. Dabei wissen die Kinder immer, dass sie Hilfe bekommen können. Die pädagogischen MitarbeiterInnen sind nicht überall dabei, aber immer ansprechbar, wenn sie gebraucht werden.

Das Spielen im aki ermöglicht ganz nebenbei das Erlernen von sozialen Verhaltensweisen und Werten wie Rücksicht, gegenseitiges Helfen und das Voneinander-Lernen, auch über kulturelle Grenzen hinaus, was sonst in der Gesellschaft wenig fördert wird. Im aki funktioniert es miteinander besser und das merken die Besucherinnen und Besucher schnell.

Insbesondere ist dabei die Gesundheitsförderung ein wichtiger Punkt im Konzept des aki. Gemeinsames kochen aus frischen Zutaten ist ein regelmäßiger Programmpunkt. Dabei wird auf den Verkauf von Süßigkeiten verzichtet, um dem Besuch ohne Konsum und Geld für alle zu ermöglichen. Dafür gibt fast täglich Obst und Gemüse zum Knabbern.  Sport und Bewegungsförderung ist der zweite Aspekt im Rahmen der Gesundheitsförderung. Neben zwei offenen Sportangeboten in der Turnhalle, bietet das Gelände mit Sportplatz, Wald auch einem großen Spielbereich und unzählige Bewegungsaufforderungen, die vom Team durch gezielte Angebote noch verstärkt werden. Der intensiv genutzter Toberaum im inneren des Hauses fordert auch bei schlechtem Wetter zu neuen Turn- und Sportarten heraus. (Boxen, Tanzen, Basketball, Wrestling…)

Vieles funktioniert hier, weil es kindgemäß ist und nicht an "althergebrachten Lernvorstellungen" von Pädagogen festhält, ohne auf den Erfolg zu achten. Noten wie in der Schule als Maßstab gibt es im aki nicht. Aber die Kinder haben einen hohen Anspruch an sich selber und viel Spaß zu basteln, zu entdecken, auszuprobieren und fürs Leben zu lernen.