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Gehörlosentreff der Diakonie erlebte ungewöhnliche Stadtführung in Lippstadt

Richard Löwenherz und Hansegeschichte in Gebärdensprache

Die Geschichte der Dielenhäuser und Deelentore in Gebärdensprache: Eine etwas andere Stadtführung durch Lippstadt erlebten die Teilnehmer des Gehörlosentreffpunkts der Diakonie Ruhr-Hellweg. Es war die letzte gemeinsame Veranstaltung vor der Sommerpause. Ein Ausflug, bei dem viele Gehörlose ihre Stadt aus einer ganz neuen Perspektive kennen lernten.

Da die meisten Stadtführungen üblicherweise auf Hörende ausgelegt sind, haben fast alle gehörlosen Teilnehmer noch nie die Gelegenheit gehabt, ihre Stadt in ihrer eigenen Sprache zu entdecken. Dabei hat Lippstadt bekanntlich vieles zu bieten. Von spannenden Wappenscheiben und interessanten Häusergiebeln über die Ruinen der Stiftskirche bis zum Inneren der Marienkirche mit ihren Gemälden. Diakonie-Mitarbeiterin Gabriela Bier übersetzte nicht nur unheimliche Geschichten über Stadtbrände oder über die spannenden Beziehungen zwischen dem Stadtgründer und Richard Löwenherz in Gebärden. Lippstadt als Hanse- und Handelsstadt, die bis heute sichtbaren mittelalterlichen Besonderheiten des Stadtplans und aus der Festungszeit, die Häuser der Schlachterinnung und die Brunnenfiguren: Viel Spannendes gab es gemeinsam zu entdecken.

Zum Abschluss ließen sich alle zusammen noch ein kühles Eis schmecken. Der nächste Gehörlosentreffpunkt findet am 9. September wieder zur gewohnten Zeit um 19 Uhr im Niemöllerhaus statt.