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Das Projekt „Alt und Jung“ endete in Lippstadt mit einem ungewöhnlichen Kalender - Mode vereint die Generationen und Nationen

Was haben die jungen Leute eigentlich früher „stylisch“ gefunden. Und was trägt die Jugend von heute, wenn sie ausgeht? Das fragten sich die Generationen in Lippstadt nicht einfach nur. Im Rahmen des Projektes „Alt und Jung“ fanden sie es heraus. Zum Abschluss des Themenkomplexes „Mode damals und heute“ fühlten sich die Generationen im Matthias-Claudius-Haus der Diakonie Ruhr-Hellweg in Eversberg ganz besonders gegenseitig auf den Zahn. 40 Menschen aus acht Nationen, genauer gesagt.

Ein Fragebogen machte bei diesem ungewöhnlichen Tagesseminar die generationen- und länderübergreifende Annäherung leichter. Die Jugend befragte die Älteren und fand dabei ebenso Spannendes wie Überraschendes heraus. Danach widmeten sich alle zusammen in der Theorie der Frage, welche Wirkung das Aussehen, Schminke und Farbe haben. Dann ging es an die Praxis. Kleidung lag für das leibhaftige Erproben ebenso bereit wie Schminke, Bürste und Fön. Am Ende zeigten alle vor der Foto-Kamera, wie beeindruckend sich die Theorie vor Augen führen lässt.

Das Ergebnis ist ein Kalender, der nicht nur Mode, Ästhetik und Schönheit verbindet. Die Bilder kennen auch keine alters- oder nationalen Grenzen und bringen die Generationen über die Bilder hinaus im wahrsten Sinne zusammen.

Zum Thema „Mode damals und heute“ traf sich die Gruppe aus Jugendlichen von der INITEC und älteren Migranten des Sozialdienstes Katholischer Männer sowie von der Migrationsberatung der Diakonie Ruhr-Hellweg regelmäßig während des vergangenen Jahres. Das Projekt, das vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe finanziell unterstützt wird, will genau das erreichen: Einen Kontakt zwischen den gesellschaftlichen Gruppen herstellen, die sich sonst im ganz normalen Alltag meist weniger zu sagen haben. Das Ziel jedenfalls wurde mehr als erreicht: Der Erfahrungsaustausch und die Förderung des gegenseitigen Verständnisses. Hier schmelzen Vorurteile, interessieren sich die Teilnehmer füreinander. „Wir konnten die Stärkung sozialer Kompetenzen und des Selbstwertgefühls sowie die Entwicklung und Stärkung eines Gruppengefühls hautnah miterleben“, sind die drei beteiligten Träger begeistert von diesem Projekt.