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"Flüchtlingsarbeit ist existenziell wichtig"

Sie freuen sich, dass es fortan in Hamm ein gemeinsames Beratungsangebot für Flüchtlinge gibt: Heinz Drucks (Flüchtlingsberatung der Diakonie Ruhr-Hellweg), Beraterin Zahra Behzadpour, Diakonie-Vorstand Christian Korte und Pfarrer Otmar Rüther (v.l.). Foto: drh

"Wir freuen uns sehr, dass wir nun im Hamm zusammen mit dem Kirchenkreis Flüchtlingsberatung anbieten können", sagt Christian Korte, Vorstand der Diakonie Ruhr-Hellweg. Die Beratungsstelle in der Wilhelmstraße 43 wurde am vergangenen Montag (4. September) eröffnet. Der Bedarf sei hoch, so Korte, rund 2.600 Flüchtlinge sind seit 2015 nach Hamm gekommen, viele Menschen bräuchten einen Ansprechpartner zu Aufenthalts- und Verfahrensfragen, Familiennachzug und Gesundheitsleistungen. Sie haben nun eine Anlaufstelle in der Wilhelmstraße. Und mit Zahra Behzadpour eine sehr erfahrene Beraterin.

Dreimal pro Woche (montags von 8 bis 13 Uhr, mittwochs und freitags von 8 bis 14 Uhr) wird die Beraterin der Diakonie Ruhr-Hellweg fortan für Menschen mit Fluchthintergrund in Hamm da sein. Die Räume in der Wilhelmstraße hat der Evangelische Kirchenkreis angemietet, er leistet dadurch einen wichtigen Beitrag. Finanziert wird das Angebot weitgehend durch Landesmittel. Die Diakonie als Trägerin stellt die Beraterin. Große Freude ruft das Engagement der Diakonie auch beim Kirchenkreis hervor. "Meine Gebete wurden erhört", sagt Pfarrer Otmar Rüther, Synodalbeauftragter für Migration und Asyl des Kirchenkreises. Auch Rüther selbst und Diakon Thomas Grieshaber werden Flüchtlinge und Ehrenamtliche beraten.

Zahra Behzadpour wird zukünftig vor allem Menschen aus Afghanistan, Syrien, dem Iran, Somalia oder Eritrea empfangen. Meist wird es dabei um rechtliche Dinge wie das Asylverfahren gehen. Zahra Behzadpour ist einst selbst geflohen, hat daher einen sehr guten Zugang zu den Menschen, die sie aufsuchen. Ein großes Plus sind ihre Sprachkenntnisse, denn Behzadpour spricht neben Deutsch und Englisch auch Persisch und Dari. Diakonie Vorstand Christian Korte ist froh, Behzadpour auf diesem "Posten" zu wissen: "Frau Behzadpour ist seit über 20 Jahren in der Flüchtlingsarbeit tätig und sehr erfahren. Durch ihr Jurastudium besitzt das nötige Wissen, wenn es um rechtliche Belange geht." "Unsere Beratung ist unabhängig, kostenlos und vertraulich", betonte Behzadpour. Willkommen seien erwachsene Flüchtlinge und Familien ebenso wie unbegleitete minderjährige Flüchtlinge mit allen Fragen rund um ihren Aufenthalt. Wie viele Menschen sie aufsuchen werden, darüber kann Behzadpour nur spekulieren, denn seinen Berater kann sich jeder selbst aussuchen. Fest steht nur: "Der Bedarf ist da, es werden sicher viele Menschen kommen." Aus gutem Grund, wie Korte bemerkt: "Flüchtlingsarbeit ist existenziell wichtig."

Zur Zeit findet das Angebot allerdings noch ein Häuschen weiter in der Nummer 45 statt, da in den dafür vorgesehenen Räumen noch umgebaut wird. "Wir hoffen, Ende Oktober umziehen zu können", sagt Behdazpour.

Die Diakonie Ruhr-Hellweg ist in der Flüchtlingsarbeit in der Region eine wichtige Instanz. In Soest, Warstein, Meschede, Wickede-Wimbern sowie in Brilon, Medebach, Schmallenberg, der Gemeinde Möhnesee und nun auch in Hamm werden Menschen mit Migrationshintergrund in vielen Belangen von dem Wohlfahrtsverband unterstützt.




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