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Förderverein des Frauenhauses in Hamm leistet ganz praktische Unterstützung

Im Garten bolzen und nach neuen Klamotten stöbern

 

Bettina Hörstensmeyer vom Förderverein Frauenhaus Hamm e. V. sortiert neue Kleidung aus einer großzügigen Firmenspende. Eine Kleiderbörse wie sonst üblich ist wegen Corona aktuell nicht möglich, stattdessen soll es „Zeitfenster zum Stöbern“ für je ein bis zwei Frauen geben. Foto: drh

Vera Kalenbach-Heller, Erzieherin im Frauenhaus (rechts), und Bettina Hörstensmeyer, Kassenwartin des Fördervereins Frauenhaus Hamm e. V., sind ein eingespieltes Team, wenn es darum geht, Frauen und Kindern schnelle und praktische Unterstützung zu bieten. Foto: drh

Hamm (drh) - Am Donnerstag, den 25. November, macht der alljährliche "Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen" auf das Thema häusliche Gewalt aufmerksam. Eine Institution, die von Gewalt bedrohten Frauen und ihren Kindern bereits seit über 40 Jahren einen Zufluchtsort bietet, ist das Frauenhaus in Hamm. Dessen Leiterin Sarah Gaber ist betrübt, dass aufgrund der hohen Covid-Infektionszahlen zwei Veranstaltungen zum Tag gegen Gewalt an Frauen in Hamm ausfallen müssen. Aber: "Wir sind mit den Mitgliedern des Runden Tisches gegen häusliche Gewalt am Donnerstag samt Infomobil der Polizei Hamm auf dem Wochenmarkt zu finden, um mit Bürgern und Bürgerinnen über das Thema häusliche Gewalt ins Gespräch zu kommen", ergänzt Gaber.

Eine wichtige Stütze des zur Diakonie Ruhr-Hellweg gehörenden Frauenhauses ist der Förderverein Frauenhaus Hamm e. V. Bettina Hörstensmeyer ist seit dessen Gründung 2012 als Kassenwartin im Vorstand aktiv. "Wir freuen uns sehr, dass wir während der gesamten Zeit der Pandemie für die Frauen und Kinder da sein konnten und weiterhin da sein können", sagt sie. Dazu trügen auch die Mitarbeiterinnen des Frauenhauses bei: "Es ist immer wieder beeindruckend, zu sehen, mit wie viel Tatendrang und Elan hier gearbeitet wird", findet Bettina Hörstensmeyer.

Für Frauen und Kinder da zu sein: Möglich machen das auch die Geld- und Sachspenden, mit denen der Förderverein regelmäßig bedacht wird. "Seien es die Serviceclubs, Firmen oder Privatpersonen: in Hamm haben wir eine gute, verlässliche Spenderbasis, der wir für ihre Unterstützung sehr dankbar sind", betont Hörstensmeyer. Zuletzt konnten etwa Fußballtore für den Garten des Frauenhauses angeschafft werden, und im Spielzimmer stehen jetzt wie neu glänzende Möbel: Mitarbeiter der Holzwerkstatt der JVA Hamm haben sie aufgearbeitet und lackiert.

In den Pandemiephasen, "in denen hier gar nichts mehr ging", in denen nicht einmal Sachspenden entgegen genommen werden durften, bot der Förderverein den Bewohnerinnen und Kindern des Frauenhauses verstärkt individuelle, praktische Hilfe: "Wir haben Fahrräder und -helme für die Kinder gekauft oder Hausmeisterdienste bezahlt, wenn eine Familie in eine neue, eigene Wohnung gezogen ist", schildert Bettina Hörstensmeyer.

Einige Aktivitäten des ca. 40 Mitglieder starken Fördervereins, wie etwa das wöchentliche Walken, können weiterhin coronabedingt nicht stattfinden. "Aber in den Herbstferien konnten wir erstmals wieder eine Auswärtsaktion starten", erzählt Bettina Hörstensmeyer begeistert: Mütter und Kinder des Frauenhauses - alle nach 3G-Regel mindestens getestet - fuhren gemeinsam zum Strüverhof in Hamm-Allen, um dort eine unbeschwerte Zeit zu verbringen und die Sorgen der Vergangenheit hinter sich zu lassen.

Als Nächstes plant der Förderverein eine Weihnachtsgeschenkaktion sowie die Neuanlegung eines Beetes im Garten, bei dem auch die Kinder eingeladen sind, tatkräftig zu unterstützen. Und für den kommenden Sommer steht "endlich wieder", so Hörstensmeyer, eine Mutter-Kind-Fahrt zum Ketteler Hof in Haltern am See an; auch die vom Verein finanzierten Selbstbehauptungskurse sollen sobald wie möglich wieder beginnen. Und bis dahin? "Signalisieren wir: Wir sind da! Und sei es nur, wenn einmal ein Staubsauger defekt ist."


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