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Gedanken, Gefühle und Ängste mit anderen teilen

Ein Trauerseminar unterstützt Eltern dabei, den Verlust eines Kindes besser zu bewältigen

 

Kirchenkreis Soest-Arnsberg (drh) - Ein Kind zu verlieren, ist für Eltern ein großer Schicksalsschlag, der kaum zu begreifen ist. Gerade die Advents- und Weihnachtszeit ist für sie besonders schwierig. Um den Betroffenen zur Seite zu stehen, bieten die Diakonie Ruhr-Hellweg und die Katholische Pfarrei St. Petri Hüsten am Freitag, 6. Dezember, eine Veranstaltung für trauernde Eltern in Arnsberg an. Die Teilnehmenden bekommen darin den Raum, ihre Gedanken, Gefühle und Ängste mit anderen Menschen in einer ähnlichen Situation zu teilen. Gemeinsam soll überlegt werden, wie Weihnachten alternativ gestaltet werden kann. Besonders angesprochen fühlen können sich auch Paare/ Mütter/ Väter, die ein Kind durch Fehlgeburt oder Totgeburt verloren haben.

"Das Seminar soll und kann die Trauer um das verlorene Kind nicht nehmen. Aber zu erfahren, dass auch andere Betroffene ihren Gefühlen oft hilflos ausgeliefert sind, kann tröstlich sein", erklärt Annette von dem Bottlenberg von der Beratungsstelle für Familien- und Lebensfragen der Diakonie. Und Christiane Feldmann von der Katholischen Pfarrei St. Petri Hüsten ergänzt: "Im Austausch miteinander können Trauernde die Erfahrung machen, ihrem Kind einen eigenen Platz im Herzen zu geben und so den Verlust besser in ihr Leben zu integrieren."

Die beiden Seminarleiterinnen wissen durch ihre Arbeit, dass trauernde Eltern oft doppelt leiden müssen. Denn Trost und Verständnis im Alltag zu finden, ist oft sehr schwer. Viele Verwandte und Freunde haben plötzlich Berührungsängste und ziehen sich zurück. Besonders emotional gefordert sind trauernde Eltern auch, wenn es noch ein Geschwisterkind gibt. Auch solche Situationen können während der Veranstaltung zur Sprache gebracht werden.

Das Seminar findet am Freitag, 6. Dezember, um 17 Uhr im Café INKA der Diakonie Ruhr-Hellweg, Ruhrstraße 14 in Arnsberg, statt. Eine Anmeldung ist bis zum 3. Dezember erforderlich. Weitere Informationen gibt es bei Tanja Lenze von der Diakonie unter Telefon 02931 78633-76 oder bei Christiane Feldmann von der Katholischen Pfarrei St. Petri Hüsten unter Telefon 0160 945 670 33 sowie per E-Mail christiane.feldmann@st-petri-huesten.de.


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