Vielfältiges Potenzial

Wir bieten Chancen für Menschen mit Behinderungen und andere Benachteiligte auf dem Arbeitsmarkt und sorgen für eine inklusive Arbeitswelt. Menschen mit Behinderungen und Langzeitarbeitslose sind ein vielfältiges Potenzial für die Arbeitgeber und unseren Arbeitsmarkt. Die Diakonie Ruhr-Hellweg will diese Kompetenzen durch verschiedene Angebote entdecken, fördern und unterstützen und so ein Plus durch Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen schaffen.

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Unterstützte Beschäftigung

Unterstützte Beschäftigung (UB) ist die individuelle, betriebliche Qualifizierung, Einarbeitung und Begleitung behinderter Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes. Ziel dieser Unterstützung ist ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis.

Nach dem Grundsatz "Erst platzieren, dann qualifizieren" findet die individuelle betriebliche Qualifizierung von Anfang an in Betrieben auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt statt. Dabei wird der behinderte Mensch von einem Job Coach begleitet und unterstützt. Diese Phase der Qualifizierung dauert in der Regel bis zu zwei Jahre und wird durch unsere Mitarbeitenden begleitet. Die Teilnehmenden sind dabei sozialversichert. Bei Angebot kooperiert die Diakonie mit dem Kolpingbildungszentrum.

Berufsperspektiven entwickeln

"ARBeIT – Ankommen, Ressourcen erkennen, Betriebliche Integration und Teilhabe fördern": So heißt ein besonderes Unterstützungsangebot. Ziel ist es, Flüchtlinge und Menschen mit Migrationshintergrund für die Ausbildung zum Berufskraftfahrer zu qualifizieren. Die Maßnahme wird in Kooperation mit der DSF-Verkehrsfachschule durchgeführt. Inhalte sind die Feststellung der Fähigkeiten und beruflichen Kenntnisse, Vermittlung berufskundlicher und berufsübergreifender Kenntnisse, sowie der Erwerb eines Erste-Hilfe- und eines Flurförderscheins.

Alle bisherigen Teilnehmer konnten in die Hauptmaßnahme zur Ausbildung zum Berufskraftfahrer wechseln und haben beste Zukunftsaussichten. Das Projekt verbindet vertraute Themen der Diakonie wie Flüchtlingshilfe und Integration in Arbeit. So bekommen zum Beispiel schutzbedürftige Menschen eine Bleibeperspektive. Sie können sich und ihre Familien durch eigenständige Arbeit finanzieren und wieder selbstbestimmt leben.

Potenzialanalysen

In Kooperation mit sieben anderen Trägern im Kreis wurden 2015 erstmalig Potenzialanalysen in achten Klassen der Regelschulen im Hochsauerlandkreis durchgeführt. Mit diesem Instrument werden systematisch Stärken, Neigungen und Chancen der Schülerinnen und Schüler analysiert. Die Jugendlichen sollen möglichst frühzeitig ihre berufliche Orientierung in die Hand nehmen.

Die in der Auseinandersetzung mit dem Thema entdeckten Kompetenzen und Talente können sie später nutzen bei der Wahl ihrer Praktika. Die Potenzialanalyse ist Teil des landesweiten Programms „Kein Abschluss ohne Anschluss (KAoA)“. Es soll Jugendlichen die Berufs- und Studienwahl erleichtern und den Einstieg ins Berufsleben ebnen. 

Das Projekt "STAR"

Lange war für viele Menschen mit Handicap der Weg von der Schule in den Beruf vorgezeichnet. Von der Förderschule wechselten sie in eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Wenn sie ihr Elternhaus oder eine Einrichtung der Jugendhilfe verließen, zogen sie gleichzeitig in ein Wohnheim für behinderte Menschen. In der Regel waren sie in ihrem gesamten Berufsleben in der Werkstatt beschäftigt und gingen von dort in Rente.

"STAR" unterbricht für viele Menschen diese Routine. Seit 2012 testete und förderte die Diakonie 180 Förderschülerinnen und -schüler im Hinblick auf ihre arbeitsmarktrelevanten Fähigkeiten. Trainiert werden auch die sozialen Kompetenzen. Inklusiv beschulte, schwerbehinderte Jugendliche werden ebenfalls mit einbezogen. Die Mitarbeitenden der Diakonie unterstützen und ermutigen Schüler aus Förderschulen und dem gemeinsamen Unterricht an Regelschulen frühzeitig dabei, eine Stelle in einem ganz normalen Unternehmen zu besetzen. Auch hier leistet die Diakonie einen aktiven Beitrag zur Teilhabe von Menschen mit Behinderung. Man muss ihnen nur eine Chance geben. Wichtig für den Erfolg sind adäquate Unterstützungsinstrumente sowie die Anerkennung ihrer Möglichkeiten und Grenzen.

Im Sommer 2017 hat die Diakonie die Ausschreibung für das bisherige Projekt "Schule trifft Arbeitswelt (STAR)" gewonnen. "STAR" ist nun in die Regelfinanzierung übergegangen. 

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