MGH-Schüler sammeln XXL-Sachspenden für den Förderverein des Frauenhauses

Tolle Spendenaktion für das Frauenhaus am Märkischen Gymnasium in Hamm: Schülerinnen und Schüler haben zwei Wochen lang Spenden für die Frauen und Kinder im Frauenhaus gesammelt. Foto: drh
Hamm (drh) – „Ich bin überwältigt. Wir konnten ein ganzes Auto mit den Spenden füllen. Was für ein tolles Engagement! Ich danke allen Schülerinnen und Schülern des Märkischen Gymnasiums, die die Spendenaktion ehrenamtlich auf die Beine gestellt haben. Und danke auch an alle Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte, die für unsere Frauen und Kinder gespendet haben.“ Frauenhausleiterin Sarah Hohoff ist bei der Spendenübergabe am Märkischen Gymnasium in Hamm begeistert, wie viele Sachspenden bei der zweiwöchigen Sammelaktion für den Förderverein des Frauenhauses zusammengekommen sind. Auf dem Schulhof des MGH stapeln sich zahlreiche Kartons mit Schulmaterialien, Hygieneartikeln, Babynahrung, Windeln und haltbaren Lebensmitteln. Das Fahrzeug des Frauenhauses der Diakonie Ruhr-Hellweg platzt nach dem Verladen fast aus allen Nähten.
„Im März waren wir mit unserem Pädagogik-Leistungskurs bei einer Schulveranstaltung des Frauenhauses. Der Termin hat uns alle sehr beeindruckt. Wir haben erfahren, wie die Frauen und Kinder im Frauenhaus ihren ,neuen‘ Alltag gestalten und woran es ihnen nach der Flucht aus ihren Familien oftmals fehlt. Im Anschluss an die Veranstaltung hatten die Schülerinnen und Schüler sofort die Idee: Wir möchten den Frauen und Kindern helfen. Eine ganz tolle Sache – ich bin sehr stolz“, erklärt Lehrerin Dörte Reinecke.
Kurz vor den Ferien war es dann so weit: Zwei Wochen lang sammelten die Schülerinnen und Schüler des Pädagogik-Leistungskurses in jeder zweiten Pause Sachspenden. Auch die AG „Schule ohne Rassismus“ unterstützte den Leistungskurs mit großem Einsatz. Zuvor wurde schulintern kräftig für die Aktion geworben, erzählen die beiden Schülerinnen Manal und Apinaya: „Wir waren aber selbst total überrascht, wie gut das Spendenprojekt angenommen wurde. In jeder Pause standen richtige Schlangen vor unseren Abgabetischen – und das vom ersten Tag an. Wir sind stolz und freuen uns riesig, dass wir gemeinsam so viele Spenden sammeln konnten.“
Im Frauenhaus der Diakonie Ruhr-Hellweg in Hamm leben bis zu zwölf Mütter und 13 Kinder. Es ist ein Zufluchtsort für Frauen, die häusliche Gewalt erfahren haben. Sie finden dort eine geschützte, vorübergehende Wohnmöglichkeit. In den vergangenen Jahren war das Frauenhaus durchgehend ausgelastet. Die nun gesammelten Sachspenden werden deshalb dringend benötigt, erklärt Frauenhausleiterin Sarah Hohoff: „Gerade Hygieneartikel werden bei uns im Frauenhaus dringend gebraucht. Die Frauen kommen häufig mit nicht mehr als einem Koffer zu uns. Mit diesen vielen Spenden können wir die Frauen und Kinder jetzt direkt unterstützen.“









