Bahnhofsmission Hamm sucht ehrenamtliche Helfer

Petra Schwager und die ehrenamtlichen Helfer Günther Schneider, Wolfgang Musmann und Klaus Grafen (von links) von der Bahnhofsmission der Diakonie in Hamm suchen Verstärkung. Foto: drh
Kirchenkreis Hamm (drh) – Ein warmer Frühsommertag am Bahngleis ¾ im Hauptbahnhof Hamm. Es klopft an der Tür des blauen Häuschens der Bahnhofsmission. Eine junge Frau gibt lächelnd ihren schwarzen Koffer bei den ehrenamtlichen Helfern der Bahnhofsmission ab. „Könnt ihr meine Sachen bis morgen reinigen? Und wo könnte ich heute in der Nähe duschen und etwas essen? Habt ihr Tipps für mich?“ Die ehrenamtlichen Helfer können der jungen Frau direkt helfen, nennen Anlaufstellen rund um den Bahnhof und nehmen den Koffer an sich. „Vielen Menschen sieht man oft nicht an, dass sie wohnungslos sind. Alles, was diese Frau besitzt, ist in diesem einen Koffer. Ihr ganzes Leben, und das vertraut sie uns an“, erzählt Petra Schwager von der Diakonie Ruhr-Hellweg. Sie ist die Koordinatorin der Ehrenamtlichen bei der Bahnhofsmission Hamm. „Wir können anderen Menschen ganz konkret helfen. Das ist jedes Mal wieder besonders und das macht auch den Reiz aus.“ Zurzeit betreut Petra Schwager in Hamm elf ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, und weitere Ehrenamtliche werden aktuell wieder gesucht. „Es ist ein tolles und ungewöhnliches Ehrenamt mit Sinn, ganz nah am Menschen. Wir suchen aktuell Verstärkung für unser Team und freuen uns über jeden, der sich bei uns meldet. Jeder Tag ist wie eine Wundertüte.“
Ob ein verpasster Zug oder eine Lebenskrise: Die Gründe, warum Menschen die Bahnhofsmission der Diakonie Ruhr-Hellweg in Hamm aufsuchen, sind vielfältig. Menschen mit und ohne Behinderung, die Hilfe beim Umsteigen benötigen, finden hier ebenso ein offenes Ohr und eine helfende Hand wie Menschen in sozialen Schwierigkeiten oder seelischer Not. Gerade jetzt in den heißen Sommermonaten bietet die Bahnhofsmission eine Möglichkeit, sich zwischen zwei Zügen bei einer Tasse Kaffee oder Tee zu stärken, sich auszuruhen und auszutauschen. Zudem können Reisende kostenlos ihr Trinkwasser an der Refill-Station auffüllen. Ein Angebot, das sehr gut angenommen wird.
„Zu uns ins blaue Häuschen am Bahngleis 3/4 im Hauptbahnhof kommt die Laufkundschaft, das sind zum Beispiel Menschen ohne festen Wohnsitz, aber auch Reisende, die dringend telefonieren müssen, zum Beispiel, weil sie ihr Handy im Zug verloren haben“, erzählt Petra Schwager weiter.
Das freiwillige Team der Ehrenamtlichen ist momentan bunt gemischt, alle sind mit vollem Herzen dabei. Die jüngsten Helfer sind unter 30, die ältesten über 70. Auch der Hammer Klaus Grafen ist seit vielen Jahren aus Überzeugung dabei. Mehrmals die Woche ist er vor Ort im Einsatz: „Ich helfe und unterstütze gerne. Das Ehrenamt ist sehr vielseitig und wir bekommen viel Dankbarkeit zurück, auch der Zusammenhalt im Team ist richtig gut. Ich komme gerne hierher.“
Wer sich bei der Bahnhofsmission engagieren möchte, sollte minimal vier Stunden pro Woche Zeit haben. Alle Ehrenamtler werden zudem gut aus- und fortlaufend weitergebildet. Wer Interesse hat, kann sich unter der Mail bm@diakonie-ruhr-hellweg.de oder telefonisch unter der 0151-14618874 bei Petra Schwager melden.
Die Männer und Frauen der Bahnhofsmission Hamm stehen von Montag bis Freitag von 9:00 bis 20:00 Uhr als verlässliche Ansprechpartner Reisenden und Bedürftigen mit Rat und Tat zur Seite.









