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Das Dorf noch lebenswerter machen

Stiftung Deutsches Hilfswerk fördert aus Erträgen der Deutschen Fernsehlotterie die gemeinsame Quartiersentwicklung in Lünern

 

Bildunterschrift: Die Kooperationspartner freuen sich auf die Zusammenarbeit in Lünern. Foto: drh

Unna-Lünern (drh) - Einen lebendigen Austausch fördern, Menschen zusammenbringen, gemeinsame Projekte zur Infrastruktur entwickeln - darum geht es bei einer besonderen Zusammenarbeit in Lünern. Die Diakonie Ruhr-Hellweg, die evangelische Kirchengemeinde Hemmerde-Lünern und der Verein "Wir in Lünern" arbeiten gemeinsam daran, das Leben im Dorf noch attraktiver zu machen. Für das Vorhaben gibt es jetzt kräftigen Rückenwind: Die Stiftung Deutsches Hilfswerk fördert über drei Jahre die Einrichtung einer Quartiersmanagement-Stelle vor Ort.

Über die Förderung freuen sich alle Beteiligten sehr, zumal an die Förderung eines/einer Quartiersmanagers/in hohe Anforderungen gestellt werden. Überzeugt hat unter anderem, dass das Bemühen um die Zukunft des Dorfes von der Bürgerschaft getragen wird und in dem Konzept alle Aspekte der Dorfentwicklung angesprochen werden. Wichtig dafür war auch die gefundene Form der Trägerschaft für das Quartiersmanagement: Die Diakonie Ruhr-Hellweg hat sich mit der evangelischen Kirchengemeinde Hemmerde-Lünern und "Wir in Lünern-Stockum" auf eine Kooperation verständigt. Die Diakonie hat den Antrag gestellt und wird den oder die Quartiersmanager/in einstellen. Dessen Arbeit aber wird von allen Partnern gemeinsam verantwortet. Damit ist diese Form der Trägerschaft der ganz konkrete Ausdruck der von der Stiftung Deutsches Hilfswerk gewünschten Kooperation von Bürgerschaft und Institutionen.

Die Aufgabe des/der Quartiersmanagers/in haben die Kooperationspartner folgendermaßen definiert: "Der QM hat die Aufgabe, zusammen mit den von der Bürgerschaft geschaffenen Strukturen die im Konzept formulierten Ziele und konkreten Projekte umzusetzen. Er hat insbesondere die bürgerschaftlichen Strukturen so zu unterstützen, dass diese in der Lage sind, die ihnen obliegenden Aufgaben wahrzunehmen. Er bereitet organisatorisch und inhaltlich Dorfkonferenzen sowie Sitzungen der Sprecher- oder Koordinierungsgruppe vor. In Absprache mit der Sprechergruppe setzt er gefasste Beschlüsse um, initiiert neue Projekte, unterstützt laufende Projekte, motiviert Bürgerinnen und Bürger, sich zu engagieren, knüpft Netzwerke, stellt Anträge auf Finanzierung usw."

"Wir freuen uns sehr auf diese besondere Zusammenarbeit", sagt Christian Korte, Vorstand der Diakonie Ruhr-Hellweg. "Sie eröffnet uns die Chance, vor Ort stärker sichtbar zu sein und unsere vielfältigen Unterstützungsangebote zum Wohl der Menschen einzubringen." Christoph Straub, zuständiger Fachbereichsleiter "Selbstbestimmtes Leben", erklärt: "Die Kooperation ist gut für alle Seiten." Und Udo Sedlaczek, Fundraising und Gemeinden, unterstreicht: "Es zeigt die enge Verbundenheit von Diakonie, Kirchengemeinde und dörflicher Gemeinschaft."

Der Quartiersmanager bzw. die Quartiersmanagerin wird ein Büro im Ludwig-Polscher-Haus haben. Dieses steht wie bisher für alle künftigen Aktivitäten zur Verfügung. Besonders wichtig für die Kirchengemeinde ist laut Pfarrer Volker Jeck und Presbyter Günter Drechsel-Grau, dass sich die von ihr aufgebaute gemeindenahe Sozialbegleitung im Quartierskonzept wiederfindet und weiterentwickelt werden soll. Die Kirchengemeinde sei deshalb bereit, sich trotz schwindender Kirchensteuern über diesen Weg konkret an der Finanzierung des Projektes zu beteiligen.

Alle Beteiligten sind sicher, dass die Quartiersentwicklung durch die Förderung neuen Schwung bekommen wird. Sie hoffen und sind zuversichtlich, dass sich weiterhin viele Menschen mit ihren Ideen und ihrem Einsatz aktiv an der Gestaltung ihres Dorfes beteiligen werden.


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