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Gummistiefel trifft Maske

Erste Klasse nach Lockdown auf der Insel Spiekeroog

Start zum Ausflug: Diakonie-Mitarbeiterin Leyla Steinbrugger (links) wünscht Ernst Wissen und Kollegin Monika Breder viel Spaß bei der Wanderung über die Insel. Foto: drh

"Spannender als andere Klassenfahrten ist diese auf jeden Fall", sagt Ernst Wissen. Der Lehrer ist mit seiner sechsten Klasse das "Wagnis Klassenfahrt" in Corona-Zeiten eingegangen und auf die Nordseeinsel Spiekeroog gereist: Mit 500 Masken im Gepäck. Ein Abenteuer, das sich lohnt.

Gleichzeitig angereist, aber nicht im selben Bus, ist seine Kollegin Monika Breder mit ihren Schützlingen. Die Klassen vom Julius-Stursberg-Gymnasium in Neukirchen-Vluyn verbringen eine Woche im "Haus am Meer" der Diakonie Ruhr-Hellweg, das im Westen des Eilands liegt.

Die Klassen sind nicht nur getrennt hergekommen, sie essen zum Beispiel auch in zwei Gruppen. Die Lehrer und Hausleitung Petra Berg achten streng auf die Einhaltung der Hygieneregeln. "Die Kinder müssen in den Gebäuden Maske tragen und wir erinnern auch immer wieder daran, dass in den Läden im Dorf Maskenpflicht herrscht", erläutert Wissen. Keine Frage, Klassenfahrten in Corona-Zeiten sind logistische Meisterleistung. Und natürlich gab es einen Austausch mit den Eltern, vieles musste durchdacht, der ein oder andere Zweifel ausgeräumt werden. Doch das Erlebnis und die unbeschwerte Zeit möchte man den Kindern einfach geben.

Und es lohnt sich: Ernst Wissen und seine Kollegin tun alles, damit ihre Schützlinge den Aufenthalt genießen können. "Die Kinder kriegen von der vielen Organisation gar nichts mit", sagt der Lehrer. "Der Spielplatz vor dem Haus am Meer ist super, er ist sehr begehrt. Selbst bei Regen." Eine herrlich leichte Zeit für die Kinder, die lange auf ihre Freunde und gemeinsamen Unterricht verzichten mussten.

Ansonsten? Fühlt es sich dann doch nach ganz normaler Klassenfahrt an: Wind um die Nase, Gummistiefel am Fuß, Kutterfahrt, Dünenwanderung, Wattwanderung, einen Casino-Abend hat die Truppe schon gemacht, mit vielen Spielen. "Heute Abend stecken wir leuchtende Knicklichter in den Sand, das sieht in der Dunkelheit richtig schön aus", ist der Lehrer begeistert.

Auch im Reisedienst der Diakonie freut man sich über die Truppe. "Es ist die erste Klasse, die jetzt wieder auf der Insel ist", erzählt Axel Nickol. "Es ist ja auch wieder erlaubt, Klassenfahrten zu machen, und wir freuen uns, dass einige Schulen und Lehrer dies den Kindern ermöglichen. Auf Spiekeroog ist nicht nur die Luft und die Natur herrlich, Kinder lernen auch viel über Naturschutz, den Lebensraum dort und können in unserer ,Strandgutwerkstatt` tolle pädagogische Angebote wahrnehmen. Wir finden es einfach schön, dass nach den vielen Tagen im Lockdown praxisnahes Lernen und Erleben wieder geht. Hier auf der Insel ist das mit allen Sinnen möglich."

Außerdem mache die Insel es den Menschen leicht, unter Corona-Bedingungen zu reisen, erläutert der Leiter des Reisedienstes. Zu den Reisenden, die in den Häusern der Diakonie zu Gast sind, gehören auch Familien, verschiedene Gruppen aus Gemeinden, Yoga-Gruppen, Paare, Sportler, die hier Kitesurfen. "Hier kann man gut Abstand halten, und bei uns im ,Haus am Meer` und im Haus Barmen, den Corona-Vorschriften angepasst, eine unbeschwerte Zeit auf der grünen Insel haben."




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