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Unterstützung für Pflegefamilien

Diakonie-Schulung erst der Anfang

Die Schulungs-Teilnehmerinnen und Teilnehmer freuen sich über die Unterstützung der Diakonie. Foto: drh

Kirchenkreis Hamm (drh) Wenn Eltern nicht für ihr Kind da sein können, sei es durch Krankheit, Überforderung oder Gewalt in der Familie, springen oft Verwandte ein. Diese Aufgabe ist mit vielen Fragen verbunden, der Bedarf an Informationen und der Wunsch nach Austausch sind hoch. Die Diakonie Ruhr-Hellweg unterstützt solche „Verwandtenpflegefamilien“. Jetzt hat der Wohlfahrtsverband zusammen mit der Stadt Hamm Pflegeeltern zum Thema „Rechte und Pflichten“ geschult. Die Veranstaltung war der Auftakt zu einer Reihe von Schulungs-Angeboten, die das Jugendamt in Kooperation mit der Diakonie Pflegeeltern macht.

 

Teilgenommen haben Großeltern, die Enkel bei sich aufgenommen haben und Familien oder Alleinstehende, bei denen Nichten und Neffen wohnen. Die Referenten waren Dr. Nizamettin Atli und Maria Müller vom Jugendamt der Stadt Hamm. „Die Veranstaltung war sehr informativ, und es hat sich ein reger Austausch ergeben. Erfahrungen auszutauschen und voneinander zu lernen stand als besondere Qualität bei diesem ersten Schulungstermin im Vordergrund“, freut sich Matthias Engelbrecht von der Diakonie.

 

„Am Anfang war es schwierig mit Lisa (Name geändert). Jetzt ,läuftes. Wir haben ganz viel Unterstützung von der Diakonie bekommen“, erzählt eine Teilnehmerin am Ende des Kurses. „Ich fühle mich jetzt weniger unter Druck“, berichtet eine andere. Die Familien zu ermutigen, hat sich die Diakonie Ruhr-Hellweg als Schwerpunktträger für Verwandtenpflegefamilien auf die Fahnen geschrieben. Der Wohlfahrtsverband unterstützt neu zusammengesetzte Familien dabei, ihren Weg zu gehen, berät die Pflegefamilien bei allen praktischen Fragen, bei Anträgen und Behördengängen, bei finanziellen und psychosozialen Fragen bis das Kind volljährig ist. Ein Team aus verschiedensten Fachkräften ist an der Seite der Familien.

Neben der individuellen Beratung setzt die Diakonie auf Angebote, bei denen sich Pflegefamilien austauschen und „einfach mal quatschen“ können. So gibt es zum Beispiel das regelmäßig stattfindende Frühstück. „Das Frühstück ist sehr beliebt“, betont Engelbrecht, „sich einfach mal die Fragen, Sorgen und die Themen, die sich in einer Familie ansammeln, von der Seele reden zu können und zu hören, dass es anderen ähnlich ergeht, sie mit ihren Problemen nicht alleine sind, ist wichtig und sehr entlastend.“

 

Weitere Termine:

Das nächste Frühstück ist am 6. November von 9:30 Uhr bis 12 Uhr im Universahaus.

Weiter geht es dann im Winter. Dann findet auf Schloss Oberwerries eine Schulung zum Thema „Verhaltensauffälligkeiten bei Pflegekindern“ statt, zu der das Jugendamt einlädt. Interessierte sollten sich den 9. Dezember von 9 bis 16 Uhr vormerken.

Anmeldungen nimmt das Jugendamt entgegen.




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