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Die frühe Eltern-Kind-Beziehung unterstützen

Ehrenamtliche Familienpatinnen befassen sich in einem Workshop mit „Emotioneller Erster Hilfe“

Start des Fachtags: Organisatorin Ellen Mendelin-Plauth (stehend) begrüßt die Anwesenden. Foto: drh

Workshop in Brilon: (von links) Annette Drebusch (Leiterin der Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung), Organisatorin Ellen Mendelin Plauth (Beraterin Brilon) mit den Vortragenden Jutta Pipper und Christina Centonze-Lukas. Foto: drh

Brilon (drh) - Vielfältige Anregungen für ihre Arbeit mit Eltern und Kindern haben jetzt die Teilnehmerinnen einer Weiterbildung der Diakonie Ruhr-Hellweg bekommen. Der Fachtag zum Thema "Emotionelle Erste Hilfe" war als Dankeschön für die ehrenamtlichen Familienpatinnen der Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung gedacht. Außerdem nahmen die hauptamtlichen Fachkräfte an dem Tagesseminar teil, das von der Fachberaterin Jutta Pipper aus Ingelheim am Rhein geleitet wurde.

Die Familienpatinnen sind ehrenamtlich tätige Frauen, die Familien mit Kindern bis drei Jahren im Alltag zur Seite stehen. Sie betreuen die Kleinen und haben ein offenes Ohr für die Sorgen der Erwachsenen. Die Ehrenamtlichen sind meist einmal pro Woche im Einsatz. Dabei gehen sie mit den Kindern zum Beispiel spazieren, spielen mit ihnen oder lesen ihnen auch mal vor. Das Projekt gibt es bisher in Brilon, Kamen und Hamm. Der Workshop gab den Familienpatinnen weitere Werkzeuge an die Hand, um Familien auf ihrem individuellen Weg zu begleiten und zu unterstützen.

An dem Fachtag ging es um Bindung. Die Referentin Jutta Pipper und ihre Kollegin Christina Centonze-Lukas stellten die "Emotionelle Erste Hilfe" vor, mit der die frühe Eltern-Kind-Beziehung gestärkt werden soll. Das neue Therapie- und Beratungsmodell nutzt hierfür bestimmte Mittel der Körperpsychotherapie - etwa Atem-, Berührungs- und Wahrnehmungsübungen.

Die Vortragenden erklärten den Anwesenden unter anderem, wie sie mit der "Emotionellen Ersten Hilfe" noch besser für Eltern da sein können, die eine traumatische Geburt erlebt haben. Zudem vermittelten sie, wie Mütter und Väter dabei unterstützt werden können, entspannter mit Schreikindern umzugehen. Körperübungen und Rollenspiele veranschaulichten die Ausführungen.

Annette Drebusch, Leiterin der Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung bei der Diakonie, zeigte sich mit dem Verlauf der Veranstaltung sehr zufrieden. "Es war ein gelungener Tag. Die Familienpatinnen haben viele wichtige Impulse für ihre anspruchsvolle ehrenamtliche Arbeit in den Familien bekommen."

Ähnlich sah dies Beraterin Ellen Mendelin-Plauth, die den Fachtag organisiert hatte. "Die Rückmeldungen waren sehr positiv." Außerdem hob die Brilonerin den Netzwerkgedanken hervor: "Es waren Teilnehmerinnen von allen Standorten der Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung dabei. Der Workshop hat viel Gelegenheit geboten, sich besser kennenzulernen und auszutauschen."

Finanziert wurde der Workshop durch eine Spende: Der Inner Wheel Club Brilon-Marsberg hatte das Projekt Familienpatinnen in Brilon 2017 mit einer großen finanziellen Zuwendung bedacht.




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